Zum Inhalt springen
FSPpruefung.de
FSP-Wissen Preis FAQ Anmelden Kostenlos starten
DE EN

FSP nicht bestanden: Wiederholung, Wartezeit und Kosten

Kurz gesagt

Wer die Fachsprachprüfung nicht besteht, kann sie wiederholen — keine Kammer, die sich dazu äußert, nennt eine Obergrenze. Wiederholt wird immer die ganze Prüfung mit allen Teilen, und jeder Versuch kostet erneut die volle Gebühr (je nach Kammer rund 400 bis 700 €). Zwischen zwei Versuchen liegen meist mindestens drei Monate: In Mecklenburg-Vorpommern ist das Pflicht, in Bayern, Berlin und Westfalen-Lippe wird es empfohlen, in Rheinland-Pfalz ist die Empfehlung der Prüfungskommission verbindlich. Nutzen Sie die Zeit, um genau herauszufinden, in welchem Teil es gehakt hat.

Wie oft Sie wiederholen dürfen

Schon die Eckpunkte der Gesundheitsministerkonferenz von 2014 legen fest: „Der Sprachtest kann nur als Ganzes, aber unbegrenzt wiederholt werden.“ Die Kammern formulieren es so:

Die Begrenzung auf zwei Wiederholungen, die man gelegentlich liest, gilt für die Kenntnisprüfung, nicht für die FSP. Der Bremer Erlass stellt beides nebeneinander: Die Kenntnisprüfung „kann bei Nichtbestehen insgesamt zweimal wiederholt werden“, die Fachsprachenprüfung „beliebig häufig“. Den Unterschied zwischen beiden Prüfungen erklärt FSP oder Kenntnisprüfung.

Immer die ganze Prüfung, immer die volle Gebühr

Bestandene Teile werden nicht angerechnet. Berlin: Sie können die Prüfung „nur im Ganzen mit allen drei Prüfungsteilen wiederholen“. Brandenburg: „Auch wenn Sie nur einen der Prüfungsteile nicht bestanden haben, ist die Wiederholungsprüfung immer als Gesamtprüfung mit allen drei Prüfungsteilen abzulegen.“ Bayern: „Eine Anrechnung von Einzelbereichen auf einen später abgelegten Sprachtest findet nicht statt.“

Jeder Versuch kostet die volle Gebühr — zum Beispiel 400 € in Westfalen-Lippe, 430 € in Nordrhein, 550 € in Bayern und Berlin, 590 € in Sachsen. Die vollständige Übersicht steht unter FSP-Kosten.

Teuer wird es außerdem, wenn Sie einen neuen Termin nicht wahrnehmen:

Planen Sie den nächsten Termin also so, dass Sie ihn sicher wahrnehmen können.

Wartezeit bis zum nächsten Versuch: die Regeln je Kammer

Kammer Regel Verbindlich?
Bayern neue Anmeldung frühestens 3 Monate nach dem letzten Versuch; Vorbereitungszeit 3–6 Monate, vom Gremium „in Abhängigkeit von der erreichten Punktzahl“ festgelegt und im Prüfungsgespräch genannt Empfehlung
Berlin „Lernzeitraum von mindestens drei Monaten“, orientiert an den Nachbesserungsempfehlungen des Prüfungsausschusses Empfehlung
Westfalen-Lippe Empfehlung zum Wiederholungszeitpunkt, „zwischen 3 und 6 Monaten“; den Termin schlägt die Kammer vor Empfehlung
Mecklenburg-Vorpommern (auch für Schleswig-Holstein) „darf frühestens nach drei Monaten wiederholt werden“ verbindlich
Rheinland-Pfalz von der Prüfungskommission empfohlene Vorbereitungszeit; Abweichung nur aus zwingenden persönlichen Gründen (z. B. Ablauf des Visums, neues Jobangebot in Rheinland-Pfalz), schriftlich belegt verbindlich
Brandenburg Kommission empfiehlt den frühesten Wiederholungstermin und ggf. weitere Maßnahmen, etwa einen Sprachkurs Empfehlung
Niedersachsen ggf. Empfehlung zur Verbesserung; „Die Empfehlungen sind keine Pflicht.“ Empfehlung
Nordrhein „einige Monate zwischen den Prüfungsterminen“ Empfehlung
Hamburg Wiederholung „nach Erfüllung der erteilten Auflage“ Auflage im Einzelfall
Hessen Empfehlung zur Vorbereitungszeit, vermerkt auf der Ausfertigung über das Prüfungsergebnis Empfehlung
Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Bremen keine Frist veröffentlicht —

Eine eigene Sperre gilt bei Verspätung oder Nichterscheinen: In Hamburg wird die Prüfung dann „unabhängig vom Grund als nicht bestanden bewertet“, ein neuer Termin ist „frühestens nach drei Monaten“ möglich. Das Info-Faltblatt der Ärztekammer Westfalen-Lippe von 2021 nannte nach einer Absage nach Einladung oder Nichterscheinen ebenfalls eine Wartezeit von drei Monaten; die aktuelle Webseite erwähnt nur noch, dass die Gebühr dann gegebenenfalls erneut fällig wird — fragen Sie im Zweifel nach.

Wie Sie Ergebnis und Gründe erfahren

In den meisten Kammern erfahren Sie das Ergebnis noch am Prüfungstag mündlich; Berlin teilt es frühestens zehn Tage später per E-Mail mit (Übersicht unter Bewertung der FSP). Wie viel Sie über die Gründe erfahren, ist unterschiedlich:

Schreiben Sie direkt nach dem Gespräch auf, was die Prüfer gesagt haben — wörtlich, so gut es geht.

Einsicht und Widerspruch

Was Sie in den Wochen danach tun

In den ersten Tagen: Gedächtnisprotokoll

Halten Sie alles fest, solange es frisch ist: den Fall, die Fragen der Patientin, Stellen, an denen Sie nicht verstanden haben, was Sie im Bogen geschrieben haben, die Rückfragen des Oberarztes, die Fachbegriffe-Liste und das Feedback. Der Nordrheiner Prüfer Dr. Jaswant Singh rät, „genau zu rekapitulieren, woran der erste Anlauf scheiterte, und entsprechend die Kompetenzen im Schreiben, Sprechen oder Hörverständnis zu vertiefen“ — und sich dafür „einige Monate Zeit zu lassen“. Lassen Sie sich dabei nicht von Erfahrungsberichten im Netz verunsichern: Laut Ärztekammer Westfalen-Lippe sind sie „sehr subjektiv“ und verzerrt, weil sich Kandidatinnen und Kandidaten, die bestanden haben, dort meist nicht zu Wort melden.

Analyse nach Prüfungsteil

Ordnen Sie Ihre Beobachtungen den Kriterien zu. Die Berliner Bewertungsbögen sind dafür die einzige veröffentlichte Vorlage:

Was Sie bemerkt haben Betroffene Kriterien Training
Patientin oft nicht verstanden, Namen oder Zahlen verpasst Teil 1: „versteht ihr/sein Gegenüber problemlos“ Hörverstehen mit Audio-Fällen, Zahlen und Namen mitschreiben, Nachfrage-Sätze
Nach Worten gesucht, auf Floskeln ausgewichen Teil 1: „klar und detailliert“, „Sachverhalte flüssig zu erklären“ täglich frei sprechen, Fälle laut nacherzählen, Hospitation
Patientenfragen schwach beantwortet, Abschluss fehlte Teil 1: „erklärt das weitere Vorgehen verständlich und patientengerecht“ Laienerklärungen für häufige Untersuchungen und Behandlungen
Bogen unvollständig, Zeit zu knapp Teil 2: „strukturiert und vollständig“, „nötige Detailtiefe“ den Kammerbogen in 20 Minuten auf Zeit ausfüllen
Grammatik, Rechtschreibung, Konjunktiv Teil 2: „grammatisch korrekt“, „orthografisch korrekt“ persönliche Fehlerliste, Konjunktiv-I-Übungen
Rückfragen des Oberarztes, Details nicht parat Teil 3: Rückfragen, Diskussion Fallvorstellung mit fünf Rückfragen pro Fall
Fachbegriffe-Liste Teil 3: Fachbegriffe, Abkürzungen, Laborwerte tägliche Abfrage in beide Richtungen

Typische Ursachen und Gegenmittel im Detail: Häufige Fehler.

Neu anmelden

Bis zum neuen Termin: gezielt trainieren

Die BLÄK empfiehlt „Sprachkurse und/oder Hospitationen in Krankenhäusern, Arztpraxen“, Niedersachsen und Westfalen-Lippe nennen Sprachkurse und sprachaktive Hospitationen in Krankenhäusern oder Arztpraxen. Bauen Sie Ihre Wochen so: kurze tägliche Übungen für Ihren schwächsten Teil, jeden Tag frei sprechen und ab der Mitte der Vorbereitung regelmäßig Vollsimulationen unter echten Bedingungen — drei Teile, je 20 Minuten, ein Fall. Ein Wochenplan, den Sie für die Wiederholung verkürzen können, steht unter FSP-Vorbereitung. Für Vollsimulationen der ganzen Kette mit Sprachfeedback können Sie auch fsppruefung.de nutzen; die erste komplette Simulation ist kostenlos.

Quellen

Bereit zu üben statt zu lesen?

Ihre erste komplette Prüfungssimulation ist kostenlos.

Kostenlos starten