Was ist die Fachsprachprüfung (FSP)?
Stand: Oktober 2026, Angaben ohne Gewähr
Kurz gesagt
Die Fachsprachprüfung (FSP) weist nach, dass Sie als Ärztin oder Arzt medizinisches Deutsch auf dem Niveau C1 sicher beherrschen — im Gespräch mit Patientinnen und Patienten, im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen und in der schriftlichen Dokumentation. Sie wird von den Landesärztekammern abgenommen und ist in der Regel Voraussetzung für die Approbation oder Berufserlaubnis, wenn das Medizinstudium nicht auf Deutsch absolviert wurde.
Wer muss die FSP ablegen?
Ärztinnen und Ärzte mit einem Abschluss aus dem Ausland, die in Deutschland die Approbation oder eine Berufserlaubnis beantragen, müssen Fachsprachkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen — unabhängig davon, ob der Abschluss aus der EU oder einem Drittstaat stammt. Das allgemeine Sprachzertifikat B2 (z. B. telc, Goethe, TestDaF) ist fast überall zusätzlich Voraussetzung für die Zulassung zur FSP.
Die drei Teile
Die Prüfung dauert etwa 60 Minuten und behandelt einen einzigen Patientenfall in drei verketteten Teilen von je rund 20 Minuten: das Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese), die schriftliche Dokumentation (Arztbrief) und zum Schluss das Arzt-Arzt-Gespräch (Fallvorstellung mit Rückfragen der Prüfer). Was Sie in Teil 1 erfragen, brauchen Sie in Teil 2 und 3 — genau deshalb trainiert fsppruefung.de immer die komplette Kette.
telc Deutsch B2·C1 Medizin als Alternative
Einige Bundesländer erkennen die telc-Prüfung „Deutsch B2·C1 Medizin Fachsprachprüfung“ als gleichwertig an (z. B. Baden-Württemberg); andere bestehen auf der FSP der eigenen Ärztekammer. Klären Sie vor der Anmeldung mit der zuständigen Approbationsbehörde, welcher Nachweis in Ihrem Bundesland akzeptiert wird.
Bestehen und Wiederholen
Die Kammern bewerten nach eigenen Kriterienkatalogen; die Ärztekammer Nordrhein etwa verlangt 60 % der Maximalpunktzahl (36 von 60 Punkten). Offizielle bundesweite Bestehensquoten werden nicht veröffentlicht. Die FSP kann wiederholt werden — allerdings fällt jedes Mal die volle Gebühr an, und je nach Kammer entstehen Wartezeiten von Wochen bis Monaten bis zum nächsten Termin. Eine gezielte Vorbereitung vor dem ersten Versuch spart daher Zeit und Geld.
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